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Nasse Zimmerdecken! Schimmelbildun-
gen im Fensterbereich, an Zimmerecken
und hinter Schlafzimmer-Möbeln, ja sogar
auf dem Fußboden! Und das meist in
Küche, Bad und Schlafzimmer. Ausgerech-
net in der nassen und kalten Jahreszeit!
Da ist doch sicher die Außenwand des
Hauses undicht! Oder kommt die Feuch-
tigkeit aus der darüber liegenden Woh-
nung? Da muss aber der Vermieter sofort
etwas tun!" So schimpft Frau Lehmann, ruft ihr Wohnungs- unternehmen an und schimpft über die Feuch- tigkeit in ihrer Wohnung und über die Schim- melbildung hinter dem großen Schrank in ihrem Schlafzimmer. Ein Vertreter des Unternehmens ist sofort zur Stelle und die Überprüfung ergibt - für Frau Lehmann ganz unverständlich -, dass ihr unregelmäßiges Heizen und zu geringes oder falsches Lüften zu dieser Feuchtigkeits- und Schimmelbildung geführt haben. Frau Lehmann ist irritiert und sagt: Ich heize und lüfte nicht anders als früher, als ich noch keine Kunststoff-Fenster hatte, und Feuch- tigkeit und Schimmelbildung gab es in meiner Wohnung nie! Deshalb kann diese Feuchtigkeit nur von außen kommen!" Diese Feststellung und Behauptung treffen viele Mieter, doch die Tatsachen belegen es anders:
hatten unsere Wohnungen
einfache Holzfenster ohne Isolier-
glasung, Holzfußböden in den ofen-
beheizten Räumen und die Zimmer-
wände waren mit saugfähigen Tapeten
beklebt, die somit Innenfeuchtigkeit
aufnahmen und durchließen. Die Ein-
richtung bestand größtenteils aus Holz
und ließ große Wandflächen frei. Gar-
dinen, Polstersachen und Bettzeug
sowie Kleidungsstücke bestanden aus
Naturfasern, die sich zur Innenfeuch-
tigkeit der Wohnung (Kondensatabla-
dung) anders verhalten als Kunstfasern.
Außerdem war ja fast ständig jemand
in der Wohnung, um in der kalten
Jahreszeit das Feuer in den Öfen zu
schüren.
ist dank moderner Technik
alles bequem zu handhaben. Wir woh-
nen zentralbeheizt in Häusern mit
dichten, isolierverglasten Fenstern. Die
Fußböden bestehen zum größten Teil
aus Kunststoff und die Zimmerwände sind |
waschfest gestrichen oder mitdauerhaft beschich-
teten Tapeten versehen, die keine Feuchtigkeit
durchlassen. Umfangreiche Schrankelemente ver-
decken einen Großteil der Wandflächen. Die Ober-
flächen unserer Möbel sind mit Polyester kratzfest,
aber auch wasserfest überzogen. Polstermöbel,
Gardinen, Spannteppiche, ja sogar zum Teil das
Bettzeug sind heute Textilien, die oft ganz oder
teilweise aus Kunstfasern bestehen. In der Regel
sind heute beide Partner berufstätig und somit ist
die Wohnung während der Dauer der Arbeitszeit
nicht bewohnt. Da die Beheizung der Wohnung
heute wesentlich teurer ist als früher, wird dann
oft tagsüber die Zentralheizung herunter gedreht
oder ganz ausgeschaltet. Frau Lehmann wird sehr nachdenklich, als der Mit- arbeiter des Wohnungsunternehmens ihr das alles erklärt. Im Stillen denkt sie: „Die Heizung drehe ich tagsüber auch ganz ab; denn mein Mann und ich sind berufstätig und weshalb sollen wir dann unnütz Wärme verbrauchen?" Doch hören Sie weiter. Haben Sie schon gewusst, .dass
... ein erwachsener Mensch pro Nacht rund
einen halben Liter Feuchtigkeit abgibt?
... die Feuchtigkeitsaufnahme der Luft bei höhe-
rer Lufttemperatur steigt? Mit anderen Worten:
je höher die Zimmertemperatur, um so höher
kann die Luftfeuchtigkeit des Raumes sein.![]() Wer richtig lüftet richtig heizt, der hat am Portmonee gegeizt drum gilt: Mit 20 Grad auf Dauer, sind alle Mieter schlauer! |
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