

An kahlen Tagen, fällt ihr ein,
da kommt mein Mann vom Sportverein
und klagt: „Wenn wir im Auto sitzen,
fängt dies von innen an zu schwitzen".
Ein Beispiel: Denken Sie einmal darüber nach, warum Ihr Auto in der kalten Jahreszeit von innen „schwitzt" oder was passiert, wenn Sie in einem zu kalten Badezimmer heiß geduscht haben? Die Flie- sen und die Fensterscheiben laufen sofort voll an, ' da sich die im Badezimmer befindliche Luftfeuch- tigkeit durch die kühlere Temperatur in Kondensat (Verflüssigung von Luftfeuchtigkeit) umwandelt. ... früher auch Möbel, Heimtextilien, Kleidung und nicht zuletzt poröser Ver- putz der Wände und Decken in Zeiten hoher Luftfeuchtigkeit im Raum diese Feuchtigkeit aufnahmen und bei niedri- ger Belastung wieder abgaben? ... früher bei Wohnräumen durch die undichteren Fenster und Türen ein häu- figerer Luftwechsel stattfand als heute und ein wesentlich stärkerer Luftwech- sel über die Öfen zum Schornstein stän- dig gegeben war? Es bestand gleich- sam eine Zwangslüftung. Frau Lehmann denkt spontan an ihren Mann, der ihr einmal gesagt hat, dass jedes Mal, wenn er vom Sport erhitzt mit dem Wagen zurückfährt, die Autoscheiben an kühlen Tagen während der Fahrt immer von innen beschlagen. Also doch Feuchtig- keit von innen? In den Nachtstunden geben zwei Personen etwa 1 bis 2 Liter Wasser ab. Bei 20° Zimmertemperatur wird ein Teil davon in der Luft gespeichert; der andere Teil wird sich, den physikalischen Gesetzen folgend, an den Oberflächen der Wände, Fenster, Fußböden und Möbel niederschlagen. Frau Lehmann denkt: „Jetzt darf ich gar nicht sagen, dass ich im Schlafzimmer überhaupt nicht heize, weil wir doch in einem warmen Zimmer nicht gut schlafen können! Wohl bemerkt, in diesem Beispiel wurde von 20° Raumtemperatur ausgegangen, die im Schlafzim- mer meist nicht vorhanden ist, und Sie wissen jetzt, dass kühlere Luft, also unter 20°, noch weni- ger Feuchtigkeit speichert und schneller abgibt. Deshalb ist auch ein Schlafzimmer, selbst bei bester Bauweise, besonders anfällig für Feuch- tigkeit und Schimmelbildung. Dagegen hilft nur zusätzliche und gründliche Lüftung, wenn die Temperatur relativ niedrig gehalten werden soll. |
Wie gesagt, sind die Verhältnisse in Bädern,
aber auch in Küchen noch viel ungünstiger, da
auch bei modernen Kochverfahren (Schnellkoch-
töpfe) und bei Verwendung von Waschmaschinen
und Spülautomaten Wasserdampf in erheblicher
Menge frei wird und zusätzliche Feuchtigkeit
bringt. Frau Lehmann fragt nun den Mitarbeiter des Woh- nungsunternehmens: „Woher wissen Sie aber, dass diese Feuchtigkeit nicht von außen kommt?" ![]() Trotz Reinlichkeit im Badezimmer, ist feucht es dort, und das gilt immer: Hier hilft kein Spray mit Lotionduft, hier hilft nur eines - frische Luft! Durch Untersuchungen der befallenen Wand- flächen kann man genau feststellen, ob die Feuch- tigkeit durch die Wand oder von innen kommt! Man bohrt dabei von innen ein kleines Loch in die Wand und steckt in dieses Loch ein Meßgerät, das genau anzeigt, ob die Wand von innen feucht ist oder nicht. Aber man sieht das auch schon dann, wenn der entfernte Mörtel völlig trocken bleibt. Frau Lehmann, nunmehr ganz ratlos, fragt: „Was soll ich denn nun anders machen?" Die Antwort lautet: |
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