Wichtiges und Interessantes über das Matzner-Messgerät für Ihr Raumklima

Das Raumklima-Messgerät von Matzner ist ein elektronisches Thermo-Hygrometer zur Messung und Anzeige von Lufttemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit.

Es ist ein ideales Hilfsmittel bei der Kontrolle für richtiges Heizen und Lüften. Dies nicht nur während der Heizperiode, sondern das ganze Jahr über - um ein behagliches und gesundes Raumklima zu schaffen und zu erhalten. Das Gerät dient außerdem der Instandhaltung von Parkettböden, Gemälden, Musikinstrumenten, Lagerung von Dokumenten, Kleidung, Wein und Nahrungsmitteln etc. und ist somit äußerst vielseitig.

Durch die Dauermessung und Anzeige von Temperatur- und Luftfeuchtigkeit sowie durch die im Vergleich mit mechanischen Thermo-Hygrometern schnellere Reaktionszeit der eingebauten Messsensoren, wird das Raumklima beständig kontrolliert und angezeigt. So können Sie Abweichungen vom gewünschten Raumklima erkennen und durch Heizen oder Lüften korrigieren, bevor es zu größeren Schäden wie Stockflecken und Schimmel an Mauerwerk, Boden etc. kommen kann.

 

Hierbei hilft Ihnen besonders die Max/Min Funktion

  • = Maximum-Minimum-Knopf

D. h. (die Maximumanzeige, der höchste gemessene Wert einer Messperiode, bzw. Minimumanzeige, der tiefste gemessene Wert einer Messperiode) Dies gilt sowohl für die Lufttemperatur als auch für die Luftfeuchtigkeit. Die Messperiode, also der Zeitraum - über Nacht (Nachtabsenkung kontrollieren), während Ihres Urlaubs, bei regnerischem Wetter etc. - bestimmen Sie selbst. Löschen Sie mit dem Reset-Knopf die beiden gespeicherten Messwerte und gleiche Sie diese an den augenblicklichen Status/Stand wieder an.

Ein Beispiel: Angezeigte Messwerte 21,5°C und 41% r. F. (= relative Feuchte)

 

Beim ersten Mal drücken des Max / Min Knopfes sind Sie im Maximum-Modus und es erscheinen die Maximum Messwerte 24,4°C und 58% r. F.

Beim zweiten Mal drücken erscheint der Minimum-Modus und Sie erkennen

die Minimum Messwerte 18,3°C und 73% r. F.

Drücken Sie ein drittes Mal, sind Sie wieder im Standard-Anzeigemodus, und das Gerät zeigt die augenblicklichen Messwerte des Raumes an.

Wenn Sie im Maximum – oder im Minimum Modus sind, drücken Sie die RESET-Taste (Rückstellknopf): Alle Messwerte gleichen sich den augenblicklichen herrschenden Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit an und, der Speichervorgang kann von neuem beginnen.

Sinnvoll ist eine Maximum–Minimum-Abfrage mindestens einmal täglich. Besonders dann, wenn bereits Schäden vorliegen oder sehr hohe Luftfeuchtigkeit besteht wie im Winter aber auch nach längerer Abwesenheit.

Interpretation / Erklärung

Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 75 % relativer Feuchte – die Raumtemperatur bei 20°C. Die Wand-/ Bodenoberfläche jedoch hat an der kältesten Stelle nur 15°C - und schon kommt es zu Kondenswasserbildung, infolgedessen feuchte Wände etc. entstehen.

Die Luftfeuchtigkeit muss also unbedingt beobachtet und langfristig gesenkt werden, um Schäden vorzubeugen. Notfalls auch durch vermehrtes Heizen und richtiges Lüften, aber auch durch aufstellen eines Luftentfeuchtungsgerätes.

 

Als Behaglichkeitszone / Empfehlung gilt:

  • Relative Luftfeuchte zwischen 40% und 60 %
  • Raumtemperatur zwischen 18°C und 22°C

 

Richtiges Aufstellen des Gerätes

  • Auf der Rückseite des Thermo-Hygrometers ist eine runde Öffnung für eine Wandbefestigung
  • mittels Nagel oder einer Schraube. Das Gerät sollte an einer Innenwand aufgehängt werden.
  • Frei zugänglich und nicht in die unmittelbare Nähe von Wärmequellen, Halogenlampen, u. ä.
  • Zur Aufstellung des Gerätes einfach den Aufstellbügel über dem Batteriefach herausklappen und das Gerät steht sicher in leichter Schrägstellung.

Inbetriebnahme und Wartung

Nach dem Auspacken nehmen Sie das Gerät in beide Hände. Drehen die LDC-Anzeige nach unten, so dass Ihre beiden Daumen auf dem geriffelten Pfeil liegen und dieser vom Körper weg zeigt. Jetzt schieben Sie den Batteriefachdeckel zusammen mit dem Aufsteller nach vorne weg, so dass Sie das Batteriefach sehen. Bei Neugeräten ist bereits eine Batterie eingelegt, welche jedoch noch gesichert ist. In diesem Fall entfernen Sie die Batteriesicherung und legen Sie die Batterie dann wieder ein. Dabei bitte auf die richtige Polung achten (s. a. Aufdruck auf dem Batteriedeckel)! Zum Schluss die beiden Schutzfolien auf dem Thermo-Hygrodisplay entfernen. Etwaige dunklere Streifen im Display (entstanden durch statische Aufladung beim Abziehen des Kunststoffes und den LDC-Kristallen der Anzeige) verschwinden nach kurzer Zeit von selbst.

Nicht vergessen – verbrauchte Batterien ordnungsgemäß entsorgen. Sie gehören in den Sondermüll.

Das Thermo-Hygrometer Matzner sollte nicht der direkten Sonnenbestrahlung und anderen Wärmequellen ausgesetzt und auch nicht befeuchtet oder angehaucht werden. Dies kann zu Schäden an den Messsensoren führen. Mit Ausnahme des Batteriewechsels ist das Gerät sonst praktisch wartungsfrei.

 

Technische Daten:

  • Messbereiche: Thermo
  • Temperaturanzeige : - 10 + 60°C Teilung 0,1°C
  • Hygro / Luftfeuchteanzeige : 25....98 % relativer Feuchte (r.F.) Teilung 1% r. F.
  • Batterie: 1 x 1,5 AAA Micro

Weitere Informationen zu dieser Thematik auf der Homepage::

http://www.matzner-messgeraete.de

© Matzner Messgeräte

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Verbraucherinformation zum Thema „Richtiges Lüften“ von Edmund Bromm

Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzbildung…

… auf der Innenseite von Außenwänden bewohnter Räume sind immer wieder Anlass kontroverser Debatten hinsichtlich Ursache und Abhilfe. Häufig wirken beim Auftreten solcher Schäden verschiedene Ursachen zusammen.

Ursache für das Entstehen von Tauwasser und Schimmelpilzen auf der inneren Oberfläche von Außenwänden bewohnter Räume ist ein einfacher physikalischer Vorgang: Warme Raumluft kühlt an kälteren Wandoberflächen so weit ab, so dass der in der Raumluft enthaltener Dampf auf der Wand zu Wasser kondensiert - welches wiederum sowohl von Möbeln als auch den Wänden „aufgesaugt“ wird. Diese Feuchtigkeit und „Katalysatoren“ (z.B. Tapetenleim) sind die Grundlagen für die Entwicklung von Schimmel. Es muss noch nicht einmal Wasser in flüssiger Form eine Rolle spielen. Schon eine relative Feuchte von mehr als 60% reicht oft aus. Zudem weisen Feuchte und nasse Baustoffe eine wesentlich schlechtere Wärmedämmung als trockene auf.

Die nachstehende Tabelle zeigt, dass mit zunehmendem Feuchtigkeitsgehalt die Wärmedämmung deutlich absinkt.

Mit Zunahme der Feuchte sinkt die Wärmedämmung erheblich!

Die innere Wandoberfläche darf deshalb nicht so weit abkühlen, dass es bei normaler relativer Luftfeuchtigkeit von ca. 50 bis 60% im Zimmer zu 80% relativer Feuchte oder sogar zu Schwitzwasserbildung kommt. Dicht vor den Außenwänden aufgestellte Möbel, Vorhänge usw. erschweren oder verhindern eine ausreichende Erwärmung der verdeckten Bauteile. So wird zwar eine ausreichende Luftumwälzung - nicht aber die Zunahme von Feuchtigkeit behindert.

Richtiges Lüften

Es gibt eine Menge unklarer Anweisungen und Erklärungen. Was bedeuten z. B. Ausdrücke wie "Stosslüften", "Dauerlüften", "Feuchte- oder temperaturabhängiges Lüften" etc.?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass warme Luft wesentlich mehr Wasser aufnehmen kann als eine kalte. Z.B. kann 20°C warme Luft max. 17,3 Gramm Wasser enthalten, jedoch nur 4,5 Gramm bei 0°C. Aber 4,5 Gramm ergeben bei 20°C Grad Wärme nur ca. 25 % relative Luftfeuchte.

So ist klar, warum im Winter in unseren Wohnräumen sehr trockene Luft herrschen kann. Zwar soll "verbrauchte" Luft erneuert werden, doch muss durch gezieltes und regelmäßiges Lüften die relative Luftfeuchtigkeit niedrig gehalten werden. Besonders bei modernen dichtschließenden Fenstern erfordert das größere Aufmerksamkeit.

Richtig lüften heißt, die Luft auszutauschen und dies abhängig von der Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit.

Oberstes Gebot: je kürzer lüften, desto besser, dafür wiederholt!

Eine Beschleunigung des Luftaustausches kann auch dadurch erreicht werden, indem wir für eine sogenannte Querlüftung sorgen. Dabei wird der Effekt ausgenutzt, dass beim Öffnen gegenüberliegender Fenster (oder Türen) die Luftströmung besonders hoch ist. - Achten Sie dabei auf Zugluft, damit keine Scheiben zu Bruch gehen!

Danach dauert es eine Zeit, bis sich die Luft wieder erwärmt hat und auch Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dabei wird auch u.a. gespeicherte Feuchtigkeit von Oberflächen (Wand, Möbel und Teppich etc.) aufgenommen, d.h. die Oberflächen wirken als Puffer. Praktische Messungen haben ergeben, dass dies bis zu einer halben Stunde dauern kann. Das nächste Lüften sollte auch davon abhängig gemacht werden.

Längeres Lüften, wie in der „Fachliteratur“ oft zwischen 10 und 15 Minuten angegeben, bedeutet, dass die Gegenstände in den Zimmern und auch die Oberflächen der Wände mehr abkühlen. Dies wiederum hat zur Folge, dass mehr Energie durch Heizen wieder nachgeführt werden muss.

Wie lange und wie oft lüften?

Der menschliche Körper ist ein sehr gutes "Messgerät". In der Frühe reagieren wir sehr empfindlich auf Temperaturunterschiede. Machen Sie folgendes Experiment: Stellen Sie sich an die dem Fenster entfernteste Stelle – am besten gegenüber dem zu öffnenden Fenster. Bitten Sie jemanden, Fenster oder Türe weit zu öffnen. Das Kippen der Fenster reicht nicht aus! Sobald Sie spüren, dass die kalte Luft an Ihnen vorbeistreicht, wird die Zeit gestoppt. Sie werden überrascht sein, denn es vergehen nur wenige Sekunden, meist handelt es sich um 5 -10 Sekunden. Diese Zeit hängt auch davon ab, ob und wie stark der Wind weht. Ich gebe die Empfehlung, das Fünf- bis Zehnfache der gestoppten Zeit zum Lüften anzusetzen, dann kann man davon ausgehen, dass der größte Teil der Luft ausgetauscht ist.

Wenn Sie dies in der in der Frühe erledigen und evtl. nach einer halben Stunde ein oder zweimal wiederholen haben Sie den meisten Erfolg.

Meist wird zu lange gelüftet, da viele glauben, dass nur ein kalter Raum „frisch“ sei.

Einfache Kontrolle

Nun kann man am Hygrometer ablesen, dass die relative Luftfeuchtigkeit in der Regel absinkt und nach einer bestimmten Zeiteinheit wiederum ansteigt und zwar deswegen, weil kalte Außenluft wenig Feuchtigkeit hat, und im Raum die Temperatur relativ schnell wieder ansteigt. Dies geschieht durch Wärmeabgabe der Wände, Einbauteile und der gelagerten Gegenstände.

Deswegen sollte keinesfalls zu lange gelüftet werden, da sonst die Oberflächen und Gegenstände in der Wohnung unnötig abkühlen.

Dabei ist zu beachten: 1 Grad mehr, also statt 20°C z.B. 21°C bedeutet ungefähr 6% mehr an Energiekosten!!!

Bitte bedenken Sie: Energie, die unnötig zum Fenster hinausgelüftet wird, muss wieder nachgeheizt werden!

Und Energie kostet Geld - und wer wirft das schon gern sinnlos aus dem Fenster...

Weitere Informationen zu dieser Thematik auf der Homepage:

http://www.denkmal-pflege.de

© Edmund Bromm

 

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